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Das swissnex Netzwerk – vom ersten Wissenschaftsattaché in Washington zu swissnex Brazil in Rio de Janeiro

swissnex > Über uns > Geschichte

Kurze Geschichte des swissnex Netzwerks

Entstehung und Entwicklung des Netzes der Schweizer Wissenschaftsattachés

In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg galten die USA in der Förderung der Forschung und Entwicklung neuer Technologien als Vorbild für viele Staaten. Vor diesem Hintergrund wurde auf Initiative des Schweizer Botschafters in Washington 1958 der erste Wissenschaftsattaché angestellt. Zu seinen Hauptaufgaben gehörten u.a. die Berichterstattung zu technologischen Entwicklungen sowie zur wissenschaftlichen Nachwuchsförderung der US-amerikanischen Regierung. Auch die Kontaktpflege mit Schweizer Forschenden vor Ort im Hinblick auf eine mögliche Rückkehr in die Schweiz war bereits damals ein wichtiges Anliegen. Die positiven Erfahrungen in Washington führten 1969 zur Schaffung zwei weiterer Wissenschaftsratsposten in Moskau und Tokyo.

In den 1990er Jahren wuchs die Zahl der Wissenschaftsattachés unter dem Einfluss der wachsenden Mobilität von Forschenden und des europäischen Integrationsprozesses zu einem eigentlichen Netzwerk an. 1990 wurde erstmals ein Wissenschaftsattaché an die Schweizerische Mission in Brüssel entsandt. 1994 übernahmen in Seoul und Bonn Karrierediplomaten auf Teilzeitbasis das Pflichtenheft eines Wissenschaftsattachés. Schliesslich entsandte drei Jahre später die Vorgängerorganisation des SBFI, die Gruppe für Wissenschaft und Forschung (GWF), einen Wissenschaftsrat an das Generalkonsulat in San Francisco. Kurz darauf forderte 1998 ein vom Ständerat angenommenes Postulat den Bundesrat, den Ausbau des Netzes der Wissenschaftsattachés zur Sicherstellung der internationalen Konkurrenzfähigkeit des Schweizer Wissensstandortes weiter voranzutreiben.

Die Gründung von swissnex

In diesem Kontext entwickelten die zwei Wissenschaftsräte in den USA ein neuartiges Konzept einer Plattform, welche den offenen Wissensaustausch fördern, Schweizer und amerikanische Forscher und Unternehmer zusammenbringen sowie ein offenes, modernes Bild des Wissens- und Innovationsstandortes Schweiz vermitteln sollte. Eine solche Plattform würde sich in einem führenden Forschungs- und Innovationscluster befinden und nicht in der politischen Kapitale. Mit Harvard University und dem Massachusetts Institute for Technology (MIT) erschien Boston als der richtige Standort. Die Idee konkretisierte sich, als die Stiftung Lombard Odier sich bereit erklärte, zwei Millionen US Dollar zum Kauf einer Immobilie in Boston zu spenden, mit der Einschränkung, dass bei Abbruch dieses Experimentes innerhalb von 10 Jahren die Spende hätte zurückerstattet werden müssen. So wurde im Herbst 2000 das „SHARE“ – Swiss House for Advanced Research and Education – eröffnet.

Gebäude des ersten swissnex in Boston, vor und nach dem Umbau.

Mit der Unterstützung weiterer privater Sponsoren konnte 2003 eine weitere Aussenstelle im Silicon Valley, in San Francisco, eröffnet werden und ein Jahr später in Singapur. Es folgten dann Standorte in Shanghai, China (2008), Bangalore, Indien (2010/11) und zuletzt Rio de Janeiro in Brasilien (2014). Hatten die ersten drei Standorte noch drei verschiedene Namen, treten sie seit 2008 unter dem gemeinsamen Brand swissnex auf. Im 2015 wurde beschlossen, swissnex Singapur nach rund 10 Jahren als Science and Technology Office in die Botschaft zu verlegen,

Mehr Informationen zur Geschichte der Schweizer Wissenschaftsrätinnen und –räte und des swissnex Netzwerks: